Kompetenzstand

Worum es geht

In diesem Schritt geht es darum, den Kompetenzbestand zu erfassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten einer solchen Bestandesaufnahme – diese gehen von Selbsteinschätzungen über dialogische Verfahren mit Kompetenzkarten bis zu Fremdeinschätzungen oder Development-Centers.
Um einerseits die individuellen Auseinandersetzungen mit den formulierten Kompetenzen zu ermöglichen und andererseits diese zu einer organisationalen Perspektive zu erweitern, empfiehlt sich ein dialogisches Vorgehen.
Bei vorgegebenen Kompetenzformulierungen fehlt oft der Bezug zu Situationen, Rollen und den entsprechenden Aufgaben und er muss individuell und situationsspezifisch hergestellt werden. Diese Übertragungsleistung ist unabdingbar und anspruchsvoll. Die Bedeutung der Kompetenzformulierung im Berufsfeld auszuloten gelingt besser im Dialog mit Arbeitskollegen und -kolleginnen sowie Vorgesetzten.

Sowohl für die Selbst- wie auch die Fremdeinschätzung der vorhandenen Kompetenzen eignet sich die Arbeit mit Kompetenzkarten gut. In einem dialogischen Verfahren wird besprochen, inwieweit die Mitarbeiterin, der Mitarbeiter über einzelne Kompetenzen verfügt. Die Ausprägung der einzelnen Kompetenzen wird in einem Raster eingeschätzt und mit Beispielen aus dem Handlungsfeld illustriert. Anschliessend werden die Ergebnisse der Selbst- und Fremdeinschätzung mit Hilfe des Kompetenzmanagers festgehalten. So kann der Kompetenzbestand sowohl individuell wie auch für ganze Organisationseinheiten erfasst und dargestellt werden.

Die Vorgesetzten können die verschiedenen individuellen Einschätzungen zu einem Gesamtbild zusammenführen und in unterschiedlichen Visualisierungsformen darstellen lassen. Über diesen aggregierten Überblick entstehen Grundlagen, um gemeinsame Entwicklungsfelder der Organisation zu erkennen.

 

Fokus: Gegenwart

Arbeitsschritte

  • Auswahl eines geeigneten Verfahrens zur Erfassung des Kompetenzstands.
  • Wenn möglich mehrere Perspektiven einbeziehen (Selbst- und Fremdeinschätzung).
  • Sorgfältige Planung der Kompetenzerfassung inklusive transparenter Kommunikation und zeitlicher Ressourcen.
  • Kompetenzen einschätzen/einschätzen lassen.
  • Daten an einem geeigneten, sicheren Ort ablegen.

> Arbeitsschritte – Beispiel Checks und Aufgabendatenbank: Kompetenzbestand

 

> Potential- und IST-SOLL Analyse

< Kompetenzprofil erstellen